Erlebnisse und Begebenheiten am Rande

- Teil 01 - 1973 bis 1980 -

Ein Wort zuvor: Entgegen vielen anders lautenden Meinungen war das Fotografieren bei der DR der DDR seit 1974 gestattet. Laut der Verfügung 23/1973 des Verkehrsministers der DDR vom 11. Dezember 1973, veröffentlicht im Gesetzblatt Nummer 1/1974 der DDR vom 24. Januar 1974 war wie es im Wortlaut hieß: "in Aufhebung bisheriger Weisungen das Fotografieren von dem der Öffentlichkeit zugänglichen Gelände aus gestattet". Genehmigungspflichtig waren danach damals wie heute Aufnahmen für kommerzielle Zwecke. Der Hintergrund dieser Verfügung war, das sich die Anfragen von Eisenbahnfreunden nach Fotogenehmigungen häuften. Leider war es mir damals nicht möglich dieses Gesetzblatt zu bekommen. Was aber unbestritten bleibt ist die Tatsache, das es Probleme mit dem Fotorecht gab und diese Erfahrung habe ich auch leider mehrfach machen müssen. Wenn man sich aber an die Spielregeln hielt, gab es nur selten Probleme. Diese Spielregeln hießen, man möchte sich doch vor dem Fotografieren bei der Aufsicht anmelden und wenn dann gesagt wurde, man möchte das Fotografieren aus welchen Gründen auch immer unterlassen, sollte man sich auch daran gehalten haben.

Quelle: Das Amateurfilmrecht von Rudolf Wedler, erschienen 1979 im Fotokinoverlag Leipzig

1973 / 74 Während meiner Lehrzeit konnte ich auf dem Weg zur Arbeitsstelle in Berlin-Pankow bei der Fahrt mit der S-Bahn fast täglich zwischen Frankfurter Allee und Pankow auf dem Berliner Innenring fast täglich den mit einer Lok der BR 01.05 des Bw Rostock bespannten Städteschnellverkehr D 1020 von Berlin nach Rostock beobachten.

Ende September 1977 fand der Dampflokabschied auf der Strecke von Dresden nach Berlin statt - dieses Ereignis hatte mich stark beeinflusst:

24.09.1977  Verabschiedung der Schnellzugdampflok der Baureihe 01 aus dem Plandienst

            auf der Strecke von Dresden nach Berlin

01 2207      D  924/D  271                      von Dresden nach Berlin und zurück nach Dresden;

01 1516      D                                  von Berlin-Ostbahnhof nach Dresden-Hbf;

01 2118      D  925                             von Berlin-Ostbahnhof nach Dresden-Hbf;

Außer den beiden Lok 01 2207 und 01 2118 war an diesem Tag noch die Dresdener Lok 01 2204 eingesetzt. Die letzten der eingesetzten Lok fuhren folgende Leistungen:

01 2118  Berlin  - D 1279 - Dresden - D  378 - Berlin  - D 1275 - Dresden,

01 2204  Dresden - D  372 - Berlin  - D  673 - Dresden - D 1076 - Berlin  - D  373 - Dresden,

01 2207  Berlin  - D 1071 - Dresden - D  924 - Berlin  - D  271 - Dresden,

01 1515  Berlin  - D  379 - Dresden - Ce 46310 - Berlin                                        und

01 1516  Berlin  - D  671 - Dresden - D  370 - Berlin.

Im Bw Dresden-Altstadt standen noch die nachfolgend genannten Lok:

01 2050, 01 2066, 01 2114, 01 2118, 01 2120, 50 1815; 01 2069 und 2137 waren im Raw Meiningen.

Das genannte Bw veranstaltete aus Anlaß des Dampflokabschiedes einen Tag der offenen Tür, wobei die Lok zu einer Schuppenparade aufgestellt wurden. Hinter den Lok im Schuppen sah es dann schon recht traurig aus, bei einigen Lok fehlten schon die Tender, sowie auch schon weitere Teile. Während die Lok 01 2207 sofort danach abgestellt  wurde  und  ihre  grossen Windleitbleche an die Nossener Lok 50 1002 abgeben musste, soll die Dresdener Lok 01 2204 neben der Museumslok 01 005 für Sonderfahrten erhalten bleiben. Die Lok 01 2066 wurde als Heizlok an die GHG Nahrung und Genuss in Nauen verkauft und die Lok 01 2120 diente jahrelang noch als Weichenheizlok im Bahnhof Karl-Marx-Stadt Hilbersdorf.

Da der Pkw eines begleitenden Eisenbahnfreundes auf der Fahrt von Berlin nach Dresden schadhaft wurde, kam er erst nach der Schließung des Bw Dresden-Altstadt dort an. Da die Lokschilder schon abgebaut und der Lokschuppen verschlossen war, wurde die Lok 62 015 mit den Lokschildern der Lok 01 2207 versehen und fotografiert. Anschließend wurden noch die Betriebsbuchdaten der Lok 52 .... gesichert. Desweiteren war die Fahrt mit der Lok 01 2207 an diesem Tag für den Lokführer der Lok Hans-Jürgen Guder die letzte Fahrt auf einer Dampflok.

Ich selbst war zu dieser Zeit bei der "Fahne" und konnte auf Grund einer kurzfristigen angesetzten Alarmübung meinen lange vorher geplanten Kurzurlaub nicht antreten. Ich hatte die Absicht gehabt die Abschiedsfahrten mit anderen Eisenbahnfreunden zu besuchen.

Der letzte mit einer Dampflokomotive der Baureihe 01 gefahrene Schnellzug war dann in den frühen Morgenstunden des 25.09.1977 der D  373 „BALT-ORIENT“ von Berlin nach Dresden, bespannt mit der Lok 01 2204.

Einige Bilder sind auf der Seite "Bilder vom Dampflokabschied - Teil 01" zu sehen ...

In den ersten Jahren bis 1979 wurde eine "PRAKTIKA L" benutzt und ab 1979 kam als zweite Kamera eine "PRAKTIKA VLC 3" dazu. Als Filmmaterial wurden der "ORWO NP 15", "ORWO NP 20", "ORWOCHROM UT 18" und später der "ORWOCHROM UT 20", bzw. "ORWOCHROM UT 23" benutzt.

In den Sommermonaten des Jahres 1978 war es üblich geworden, das sich Eisenbahnfreunde - wie heutzutage auch - auf den Bahnhöfen in Berlin trafen und sich über die Ereignisse der Zeit austauschten und es wurden auch Bilder jener Zeit getauscht oder verkauft. Unter diesen Eisenbahnfreunden waren auch viele ausländische Besucher, sowie Besucher aus dem damaligen Bundesgebiet und West-Berlin, die als Tagesbesucher in Ost-Berlin weilten. In dieser Zeit waren in Berlin und Umgebung noch viele Dampflokomotiven im planmäßigen Einsatz zu beobachten. Meine besonderen Lieblinge in dieser Zeit waren die ölgefeuerten Lok der BR 03.00 (BR 03.10) des Bw Stralsund. Aber es kamen auch die Pasewalker Lok der BR 01.05, die Lok der BR 03.20 der Bw'e Lutherstadt Wittenberg und Leipzig Hbf West, die Güterzugdampflokomotiven der Baureihen 44-Öl der Bw`e Eberswalde und Angermünde, die 50-Öl des Bw Angermünde und die Altbaulok der BR 52.10 des Bw Wustermark, sowie die Lok der BR 52.80 der Bw'e Wustermark und Brandenburg nach Berlin. Auch waren in dieser Zeit regelmäßig die Lok der BR 52.10 und 52.80 des Bw Berlin-Schöneweide zu beobachten.

Ab 1976 begann bei der DR die sogenannte "Große Elektrifizierung" der Hauptstrecken, ausgehend von den elektrifizierten Strecken in Mitteldeutschland. Die Elektrifizierung begann auf den Strecken von Leipzig/Halle und Dresden nach Berlin und Züge des Fernverkehrs spannten zunächst in Burgkemnitz zwischen Bitterfeld und Lutherstadt Wittenberg um. Die Aufnahme des elektrischen Zugbetriebes von Muldenstein nach Burgkemnitz blieb aber damals noch weitgehend unbeachtet von der Öffentlichkeit in der DDR. Es wurde zunächst geplant insgesamt 1000 km des Hauptstreckennetzes, bis nach Rostock und Stralsund zu elektrifizieren. Für die neu elektrifizierten Strecken wurde vom LEW Hennigsdorf bei Berlin die Neubauellok der BR 250 (heute BR 155) entwickelt und es wurde mit der Entwicklung der BR'n 212/243 (heute BR'n 112 und 143) begonnen. Als weitere große Baumaßnahmen dieser Zeit sind die Umbauten der Eisenbahnkreuze Genshagener Heide, Glasower Damm und Biesdorfer Kreuz auf dem Berliner Außenring und der Fernbahnhöfe Cottbus und Berlin-Lichtenberg zu nennen.

August 1978 auf Grund von Motorschäden an der SVT der BR 175 (137) der DR wurde in diesem Monat der Ext 70/71 "VINDOBONA" von Berlin nach Wien als lokbespannter Zug gefahren. Dabei kam ein aus Städteexpresswagen gebildeter Zug der DR zum Einsatz.

siehe auch Bilder von ausländischen Bahnen

Nachfolgend die Ereignisse des Winters 1978/79, wie Diese seinerzeit in den Tagebuchaufzeichnungen von mir beschrieben wurden :

28.12.1978  Ab diesem Tag kam es durch einen plötzlichen Wintereinbruch mit starkem Schneefall zu erheblichen Verkehrsbehinderungen im gesamten Gebiet von Mittel- und Nordeuropa. Dadurch brach vor Allem in den nördlichen Gebieten der gesamte Verkehr zusammen.

30.12.1978   D  270       aus Belgrad auf unbestimmte Zeit verspätet,

             D  814       aus Leipzig mit voraussichtlich 120 Minuten Verspätung, 

             D  613       aus Stralsund auf unbestimmte Zeit verspätet,

             P 3514       aus Halle mit 95 Minuten Verspätung,

             D  514       nach Stralsund mit 170 Minuten Verspätung ab Berlin,

             D  271       nach Belgrad soll wegen des auf Grund der Witterung eingestellten Fähr-

verkehrs zwischen Saßnitz und Berlin ausgefallen sein.

31.12.1978   D  814       auf unbestimmte Zeit verspätet,

Der Bahnhof Berlin-Lichtenberg war mit Schneewehen total zugeweht, so das der Höhenunterschied zwischen den Gleisen und den Bahnsteigen nicht mehr zu erkennen war.

50 0026      D  613  nach Stralsund mit 45 Minuten Verspätung ab Berlin-Lichtenberg.

13.02.1979  Ab diesem Tag kam es zum zweiten Mal während des Winters der Jahre 1978/79 zu erheblichen Beeinträchtigungen des Verkehrs innerhalb Europas durch starke Schneefälle. Etliche Züge fielen wiederholt aus oder hatten stundenlange Verspätungen. Zum 15.02.1979 stabilisierte sich die Lage wieder. Die DR setzte daraufhin bis zum 08.04.1979 einen abgeänderten Fahrplan in Kraft, um so dem Güterverkehr den Vorrang geben zu können. Einige Züge fielen ganz aus, oder wurden im Laufweg stark gekürzt, wie zum Beispiel die Züge D 814 und D 514. Die Schmalspurbahn auf der Insel Rügen musste zum zweiten Mal ihren Betrieb einstellen.

14.02.1979   E  314       aus Gdynia auf unbestimmte Zeit verspätet,

             Ex 136       nach Schwerin mit 200 Minuten Verspätung.

Im April 1979 fand eine mehrtägige Dreiländer-Sonderfahrt des Schweizer Reisebüro „INTRAFLUG“ durch die CSSR, Polen und die DDR mit den Wagen des historischen „NOSTALGIE-ORIENT-EXPRESS“ mit durchgehender Dampflokbespannung statt.

Während dieser Zeit veranstaltete der DMV der DDR eine Sonderfahrt, bei der sich die beiden Sonderzüge auf der Strecke zwischen Belzig und Wiesenburg trafen. Aber leider konnten nur die Teilnehmer der „INTRAFLUG“-Sonderfahrt den DMV-Sonderzug, die Teilnehmer des DMV-Sonderzuges aber nicht den Sonderzug der „INTRAFLUG“ fotografieren. Ich hatte damals durch einen befreundeten Eisenbahnfan von der Sonderfahrt der „INTRAFLUG“ erfahren, bekam aber diesen Sonderzug nicht zu sehen, da sich die verantwortlichen Stellen der DR auf Wunsch des Veranstalters sehr bedeckt hielten. Später erhielt ich aber einige Bilder des Sonderzuges des Schweizer Reisebüros von anderen Eisenbahnfreunden.

29.09.1979  Fahrplanwechsel vom 29.09.1979 zum 30.09.1979 - VERABSCHIEDUNG der Lok der BR 01

            des Bw Berlin-Ostbahnhof, Est Berlin-Lichtenberg aus dem Plandienst; letzte Fahrt

            von Berlin nach Stettin und zurück;

            Einschränkung des planmäßigen Einsatzes der Lok der BR 03.00 des Bw Stralsund auf

            den eintägigen Zugumlauf D 813/D 914

29.09.1979                50 0035      Lz           Lichtenberg;

03 0059      D  319       Ostbahnhof;               01 1512      E  315,

52 8101      Gz      ,    50 0035      Lz           Lichtenberg;

Gegen 09.30 Uhr wurde der Leerreisezug des Städteexpresszuges "RENNSTEIG" in Berlin-Grünau gesichtet. Desweiteren wurde der D 270 "MERIDIAN" wegen Bauarbeiten auf dem Bahnhof Flughafen Berlin-Schönefeld von Zossen aus über Königs-Wusterhausen umgeleitet.

03 0075      D  813       Lichtenberg;

01 1511, 01 1518, 01 1512, 01 2065       in der Est Lichtenberg;

52 3796      als Heizlok                     am Bww Lichtenberg;

03 0075      D  914,      44 0182      Gz      ,    03 0059      D  814,

52 8101      Gz           Springpfuhl;              52 8074            ,

50 0032      Lz      ,              110 084       + 110 837      D  917,

01 2065      E  314       Lichtenberg;

41 1263                   Sonderfahrt des DMV von Naumburg über Strausfurt nach Erfurt;

30.09.1979                52 8021      Gz           Abzweig Karow Ost;

50 0014      Gz           Blankenburg;              44 0235      Gz      ,

01 2065      E  315       Bernau;                   01 2065      E  315       Lichtenberg;

LETZTE ANKUNFT EINES ZUGES MIT EINER DAMPFLOK EINES BERLINER BAHNBETRIEBSWERKES -- das Lokpersonal wurde von Vertretern der RBD Berlin mit Blumen und einer Erinnerungsplakette empfangen. Danach wurde das Lokpersonal von der freiwilligen Feuerwehr des Stadtbezirkes Berlin-Lichtenberg - die ihr 75jähriges Bestehen feierte - unter Blaulicht vom Bahnhof abgeholt und gaben dann in der Sendung " 7 - 10 Sonntagmorgen in Spreeathen" des Berliner Rundfunks ein Interview.

Einige Eisenbahner der Est Berlin-Lichtenberg wollten die Lok 01 2065 aus Anlaß der letzten Fahrt mit Messingzierbändern und Tannengrün schmücken. Leider wurde Ihnen das von den offiziellen Vertretern der RBD Berlin untersagt. Diese Vertreter hatten es nicht begriffen, das es nur darum ging, die Dampflok würdig aus den Berliner Bahnbetriebswerken zu verabschieden.

50 0014            ,      50 0048      Lz      ,    52 8158      Gz           Lichtenberg;

Est Lichtenberg:  01 2065 - FEUER AUS;

- Verbleib der Berliner Lok der Baureihen 01.20 und 01.15:

01 1506 abg. Rummelsburg,       01 1511 abg. Lichtenberg,

01 1512 abg. Lichtenberg,       01 1514 Heizlok in Stendal,

01 1515 Heizlok Raw Meiningen,  01 1516 ++ Unfall Bitterfeld 1977 ++,

01 1518 abg. Lichtenberg,       01 2029 Heizlok in Lichtenberg,

01 2065 Reservelok in Lichtenberg;

44 0576      Gag          Greifswalder Str;         52 8158                   Pankow;

44 0592      Gag          Buch;                     52 8074                   Treptow;

118 167      D  314       Lichtenberg;

die Bilder siehe unter "Bilder vom Dampflokabschied - Teil 01" und

einem Artikel der Berliner Zeitung vom 01. Oktober 1979.

31.05.1980  VERABSCHIEDUNG DER BAUREIHE 03.00 DES BW STRALSUND ZUM FAHRPLANWECHSEL AUS DEM

            PLANDIENST

52 8066      Hzl      Bww Lichtenberg;              118 006              ,

52 8170             ,     03 0010      D  813an     Lichtenberg;

 Dieses Schild war an der Lok angebracht

 und außerdem war die Lok mit Tannengrün

 geschmückt.

 

 Der D 813 kam um 13.05 Uhr von Stralsund

 kommend in Berlin-Lichtenberg ein.

 

 Der D 914 von Dresden über Berlin nach

 Stralsund war dann der letzte planmäßig

 von einer Dampflokomotive geförderte

 Schnellzug der Berlin verließ.

52 8100      Lrz      ,                             118 328      D  914/+30an,

03 0010      D  914/+35ab Lichtenberg;

D  914   ab Lichtenberg      16.07/+35, an Eberswalde       16.48/+35

50 0035      Gz           Bernau;                   03 0010      D  914       Eberswalde;

D  917   ab Eberswalde       17.39,     an Lichtenberg      18.23

03 0010      D  914,      50 0072                in Pasewalk gesichtet;

Est Lichtenberg:  50 0035, 01 2029, 01 2065, 52 1564;

Eigentlich hatte man beim Bw Stralsund beabsichtigt den letzten Umlauf mit zwei Lok der Baureihe 03.00 zu bespannen. Das war aber leider von der zuständigen RBD Greifswald wegen angeblichen Ölmangels verboten worden und so fuhr die "Starlok" 03 0010 des Bw den letzten Umlauf. 

die Bilder siehe unter "Bilder vom Dampflokabschied - Teil 01".

23.08. bis 08.09.1980  Fahrzeugschau in Liberec/CSSR anläßlich des Dampflokabschiedes bei der CSD

414 404 , 475 1142, 434 1100, 556 0510, 387 043 , 498 106 ;

Im Jahr 1980 fanden aus Anlaß "50 Jahre Baureihe 03" mehrere Veranstaltungen speziell in der RBD Magdeburg statt. Zuerst wurde im Hauptbahnhof von Magdeburg am 12. Juli 1980 eine Fahrzeugausstellung durchgeführt. In den Monaten Juli bis September 1980 wurden einige Planzüge mit Dampflok gefahren und am 23. August 1980 fand aus dem Anlaß eine Sonderfahrt des DMV statt.

Anbei der Tagebuchauszug vom 03. Dezember 1980 - Elektrifizierung am km 25:

03.12.1980  Elektrifizierungsarbeiten im Bereich Ludwigsfelde

Stand der Elektrifizierungsarbeiten von Halle nach Berlin:

      Bauspitze         Abzweig Genshagener Heide aus Richtung Halle,

                        Abzweig Glasower Damm aus Richtung Dresden,

      Masten            aus Richtung Halle    km 135 von Halle,

                        aus Richtung Dresden  km 141 von Dresden,

      Verkabelung       aus Richtung Halle    km 130 von Halle und

                        aus Richtung Dresden  km 130 von Dresden.

An diesem Tag wurden zwischen den Kilometern 135 und 136 von Halle aus gerechnet (km 25.0 bis km 24.0 vom Anhalter Bahnhof in Berlin) im Bereich der südlichen Einfahrt des Bahnhofes Ludwigsfelde die Fahrleitungsmasten mit Hubschraubern der INTERFLUG gesetzt. Mit diesen Hubschraubern sollte auch noch die Verkabelung des genannten Streckenabschnittes erfolgen. Es kamen Hubschrauber der Typen "Ka 26", "Mi 6" und "Mi 8" zum Einsatz. Leider machte das schlechte Wetter an diesem Tag der Vorplanung einen Strich durch die Rechnung. Dieser Einsatz erfolgte vor den Verkehrsministern der sozialistischen Staaten und sollte dem Patentverkauf dienen. Die Arbeiten erfolgten bei voller Aufrechterhaltung des Zugbetriebes. Zugverspätungen kamen durch diese Baumaßnahmen, soweit es beobachtet werden konnte nicht zustande. Vom Bauleiter wurden dabei die Kriterien erklärt, die bei diesen Arbeiten gelten.

Am Empfangsgebäude des Bahnhofes in Ludwigsfelde war noch die Anschrift

"BERLIN ANHALTER BAHNHOF 24,5 KM" zu sehen.

Während ihres Aufenthaltes wurden die anwesenden Eisenbahnfreunde von der TRAPO gefragt woher Sie denn wussten, das an diesem Tag die Bauarbeiten in dem genannten Bereich erfolgen würden. Als Antwort wurde Ihnen mitgeteilt, "das der Buschfunk funktioniert habe ..."

siehe auch "Ludwigsfelde am 03. Dezember 1980".

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letzte Änderung: 23.11.2014 

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